DAS LEBEN IST DOCH EIN PONYHOF!

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Nun ist sie also bereits 1,5 Jahre- unsere kleine Motte – und endlich kann sie laufen! Zeit mal wieder einen Familienurlaub einzulegen! Eine Woche an der Mecklenburgischen Seenplatte – genauer in der Mecklenburgischen Schweiz – fernab von Kita-Trubel und Alltagshektik!

Unser Ziel ist das kleine Örtchen Meesiger- genauer der Pferdehof Peeneland in der Mecklenburgischen Schweiz. Die Hinfahrt ist der reinste Horror. Stau schon kurz hinter Hamburg auf der A20. Zum Glück legt Motte erst mal eine kleine Schlafrunde ein. Nach einer gefühlten Ewigkeit sind wir aber dann doch am Ziel.

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Der Hof Peeneland liegt wunderschön eingebettet zwischen Kornfeldern mit leuchtend blauen Kornblumen und blühenden Alleen. Kleine Straßen führen zu einsamen Gehöften und idyllisch gelegenen Gutshäusern. Weite soweit das Auge reicht. Der nächstgrößere Ort liegt 20 Minuten Autofahrt entfernt. Es herrscht eine himmlische Ruhe- man hört nur Vogelzwitschern, Hufgeklapper- und ja, Kinderlachen!

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Unser, sehr hübsch und modern eingerichtetes, Doppelzimmer liegt direkt neben den Pferdeställen und großer Tobewiese. Außerdem gibt es eine kleine Sandkiste und eine Schaukel. Motte ist begeistert. Die Pferde müssen erst mal ausführlich begrüßt werden. Und der kleine Hund, die Katze- wie aufregend! Nett: als Begrüßung gibt es eine Flasche selbstgemachten Apfelsaft aus Äpfeln vom Hof Peeneland!

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Wir genießen die Abendsonne auf der großen Wiese vor unserem Zimmer und freuen uns auf die nächsten Tage.

Motte ist um 5.30 Uhr wach – na toll! Sie hüpft vor der Zimmertür mit Blick nach draußen auf und ab und zeigt immer wieder auf die Pferdeställe – „da, da“! Also raus aus den Federn und erst mal den Pferden Guten Morgen sagen!

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Nach einem ausgiebigen Frühstück wollen wir die Gegend erkunden. Natürlich wollen wir zum nahgelegenen Kummerower See. Wir fahren also ein Stückchen weiter zum „Hotel Gravelotte“, parken dort auf dem Parkplatz und spazieren ein Stückchen am Ufer entlang. Kleine Boote liegen im Haff, das Wasser des Sees klatscht an die Anlegestellen, es riecht nach Wasser!

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Ein Stückchen weiter gibt es einen kleinen Badestrand. Der Sand ist nicht fein, aber zum Buddeln reicht es. Am See geht es sehr lange flach ins Wasser- ideal für kleine Kinder! Da das Wetter uns heute im Stich lässt, müssen wir das Baden verschieben!

Dafür gibt es direkt am Hotel Gravelotte einen kleinen Streichelzoo mit Ziegen und Damwild. Stundenlang könnte unsere kleine Motte hier verweilen. Aufgeregt zupft sie ein Blatt nach dem anderen vom Baum ab und füttert die Ziegen.

Am nächsten Tag machen wir uns auf zu den Ivenacker Eichen. Das Waldgebiet ist bekannt für seine ungewöhnlich alten Eichen. Imposant und mächtig wirken die bis zu 1000 Jahre alten Bäume.

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Motte sammelt lieber Tannenzapfen. Nach einem kurzen Fußweg landen wir auf einer kleinen Lichtung und trauen unseren Augen kaum. Mindestens 20 Damhirsche grasen nur knapp 5 Meter von uns entfernt. Leise hocken wir uns ins Gras und beobachten die Tiere. Was für ein Erlebnis, passiert es doch nicht so oft, dass man heutzutage noch Tiere in freier Wildbahn beobachten kann.  Motte möchte natürlich gleich wieder füttern. Sie zupft schon eifrig das Gras aus. Sie kann nun so gar nicht verstehen, dass wir ein Stück Abstand halten müssen, damit das Damwild nicht davonläuft.

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Außerdem gibt es auf dem Gelände noch ein Schaugatter mit Turopolje-Schweinen, welches uns aber nicht so beeindruckt hat.

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Auf dem Rückweg machen wir Halt im Tiergartencafé und stärken uns mit einem Stück Apfel- und Kirschkuchen. Lecker! Anschließend machen wir uns auf den Rückweg zum Hof Peeneland.

Am nächsten Morgen traue ich mich dann aufs Pferd. Also satteln wir zusammen „Karo Dame“ und los geht´s auf den weitläufigen Reitplatz. Fühlt sich komisch an das erste Mal im Sattel. Und so hoch! Ruhig stapft „Karo Dame“ im Kreis währen ich versuche mich dem Rhythmus des Pferds anzupassen. „Jetzt wird getrabt“ ruft meine Reitlehrerin und schon verfällt „Karo Dame“ in einen schnelleren Trab. Nachdem ich ein paar Mal auf und ab gehüpft bin wie ein unkontrollierter Gummiball finde ich langsam den Rhythmus und fühle mich zum ersten Mal etwas sicherer! Hurra! Im Laufe des Urlaubs besteige ich noch ein zweites Mal ein Pferd und bin mir anschließend sicher: das könnte ich mir auch für die Zukunft nochmal vorstellen!

Die kommenden Tage verbringen wir badend und relaxend an verschiedenen Badestränden des Kummerower Sees inmitten von spektakulärer und unberührter Natur. Motte buddelt und baut im Sand, zwischendurch springen wir immer wieder ins Wasser.

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Anfangs noch mit viel Respekt, wagt sich Motte jeden Tag ein bisschen mutiger an die großen Pferde heran. Streicheln und Füttern mit Karotten ist nun Pflicht! Jeden Morgen vor dem Anziehen und Duschen geht es noch im Schlafanzug zu den Ställen. Die letzten zwei Tage vor der Abreise verbringen wir vollständig auf dem Hof. Wir besuchen die Kühe und Kälber auf der Weide, stromern durch die Pferdeställe und toben und spielen auf der Wiese.

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Wieder fällt mir auf: so ein Urlaub mit Kleinkind entschleunigt. Lange Ausflüge und ausschweifende Aktivitäten? Fehlanzeige. Dafür Ruhe, Sonnenschein und Entdeckungen mit den Augen eines Kleinkinds. Einfach wunderbar!

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